Samstag, 26. September 2026 · Kaiserslautern
Zwei Bühnen, ein Tag. Klick auf einen Programmpunkt für mehr Infos!
Zum Rahmenprogramm gehört auch die CSD-Andacht, die am Veranstaltungstag um 11:30 Uhr in der Alten Eintracht am Unionsplatz stattfindet. Auch 2026 sind alle Menschen eingeladen, unabhängig von Religion oder Glaubenszugehörigkeit gemeinsam Kraft zu. Gestaltet wird die Andacht von Pfarrerin Claudia Kettering, Referentin im Fachbereich »Frauen« der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft, gemeinsam mit Pfarrerin Susanne Wildberger, Torsten Wilhelm und Tom Rees alias Sissy Chanson. Während des gesamten CSD steht zudem die Stiftskirche als Ruheraum und Rückzugsort für alle offen.
Schillerplatz
Moderation: Julia Wendel · Bühne ab 12:00 · Demo-Start 13:00
Unter dem Motto »Lautre ist lauter als Hass!« setzt die Veranstaltung gemeinsam mit dem landesweiten CSD-Motto »Mutig. Laut. Selbstbestimmt.« ein passendes Zeichen zu unserer Zeit. Neben der Demonstration, einem ganztägigen Bühnenprogramm, politischen Diskussionen, Kunst und Kultur auf dem Schillerplatz erwartet die Besuchenden ein anderer Schwerpunkt in der Fruchthalle: Mit »Buch, Wort & Lautern – Das unerhörte Literaturfest der Pfalz« zieht zeitgleich ein eigenes Literaturfestival ein.
Im Herzen der Innenstadt verwandelt sich der Schillerplatz erneut in einen Ort der Begegnung, Sichtbarkeit und Gemeinschaft. Die Bühne startet bereits um 12 Uhr. Um 13 Uhr setzt sich die Demonstration durch die Kaiserslauterer Innenstadt in Bewegung. Begleitend präsentieren sich Vereine, Initiativen und Organisationen in einer Community-Area mit zahlreichen Informationsständen ebenfalls auf dem Schillerplatz.
Musik/DJ
Den Auftakt und die Eröffnung unserer Bühne auf dem Schillerplatz machen dieses Jahr @danumane_music! Sie heizen uns direkt für die Demo ein!
Hinter dem DJ-Duo stehen Octave Marbot (Manuel Molter) und Dane Pereira. Mit mystischen Klangwelten, treibenden Rhythmen und sphärischen Synths schaffen sie einen Sound, der sich keiner Schublade zuordnen lässt.
»Genau wie die Liebe. Beim CSD stehen wir für Vielfalt, Freiheit und den Mut, alle Farben des Lebens mit der Musik zu feiern,« so die Musiker, die sich schon im vergangenen Jahr mit viel Engagement für den CSD Lautre eingesetzt haben.
Außerdem engagieren sie sich im Verein @sukura_kl. Der Kaiserslauterer Verein bringt die freie Szene verschiedener Disziplinen zusammen, von elektronischer Musik, Hip-Hop und Indie-Rock über Graffiti, Fotografie und Film bis hin zu Skateboarding. Ziel ist es, einen unabhängigen Ort für kreative Entfaltung zu schaffen und Kunst sichtbar in die Stadtgesellschaft zu tragen.
Grußwort & Musik
Die »Omas gegen Rechts« stehen beim CSD Lautre auch auf unserer Bühne und halten uns ein ganz besonderes Ständchen. Sie grüßen schon Mal mit den Worten:
»Wir sind die Gruppe “Omas gegen Rechts” in Kaiserslautern. Wir sind überparteilich, unabhängig und bekommen – entgegen behaupteter Narrative – keinen Cent vom Staat. Wir stehen unter anderem für die Unantastbarkeit der Menschenwürde, Respekt, Toleranz und die Gleichheit aller Menschen. Wir widersetzen uns gegen Rassismus, Antisemitismus, Stigmatisierung, Queerfeindlichkeit, Hetze und Gewalt, wofür wir mit unseren Aktionen auf die Straße gehen. Da der Rechtspopulismus sich auch gegen queere Menschen richtet, ist für uns die Beteiligung am CSD Kaiserslautern eine Herzensangelegenheit.«
Ab Schillerplatz durch die Innenstadt.
Grußwort
»Wir stehen hier für Zusammenhalt!« Wer beim CSD Lautre 2025 auf dem Schillerplatz dabei war und ihn erlebt hat, erinnert sich sicher an seine bewegende Auftaktrede. Mit klaren Worten und viel Herz sorgte Joachim Schulte für einen kollektiven Gänsehautmoment, der vielen noch heute in Erinnerung geblieben ist. Umso mehr freuen wir uns, ihn auch in diesem Jahr wieder auf unserer Bühne begrüßen zu dürfen. »Ich engagiere mich beim CSD, weil die Sichtbarkeit queerer Menschen der Schlüssel zu gleichwertiger, gleichberechtigter Teilhabe ist.«
Joachim Schulte setzt sich seit 1978 für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ein. Er war Mitorganisator des allerersten Christopher Street Days in der Bundesrepublik Deutschland in Bremen und Mitbegründer des Kultur- und Kommunikationszentrums »Bar jeder Sicht« in Mainz, das 2009 mit dem Brückenpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet wurde.
Seit der Gründung von queernetrlp Rheinland-Pfalz e. V. im Jahr 2005 ist er Sprecher des landesweiten Netzwerks queerer Vereine und Initiativen. QueerNet vernetzt Gruppen in ganz Rheinland-Pfalz, unterstützt Projekte und vertritt die Interessen queerer Menschen gegenüber Politik und Gesellschaft. Darüber hinaus engagiert sich Joachim Schulte im Netzwerk »diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz«, das sich gegen Benachteiligung und für eine offene, vielfältige Gesellschaft einsetzt. Seit fast fünf Jahrzehnten steht Joachim Schulte für Sichtbarkeit, Akzeptanz und Zusammenhalt. Wir freuen uns auf seine Stimme und seine Botschaft beim CSD Lautre 2026.
Musik
Wir freuen uns riesig, beim Lautrer CSD 2026 erstmals annyogrezeanu zu begrüßen!
Anny gewann 2022 als Talent aus dem Team von Mark Forster »The Voice of Germany« und begeistert mit einer Stimme, die kraftvoll, emotional und berührend ist. Als Gewinnsong veröffentlichen Calum Scott und Anny Ogrezeanu gemeinsam »Run With Me«. Sie treten damit im Finale und bei der Silvesterfeier am Brandenburger Tor vor einem Millionenpublikum im TV auf und der Song ist seitdem aus dem Radio nicht mehr wegzudenken. Seitdem verfolgt Anny konsequent den Traum einer Musikkarriere, veröffentlicht eigene Songs und steht auf Bühnen in ganz Deutschland und jetzt auch bei uns!
In Annys Musik geht es um persönliche Erfahrungen, Identität, Träume, Herausforderungen und das, was Menschen verbindet. Dabei setzt sich Anny auch für Akzeptanz, Menschlichkeit und Sichtbarkeit ein und beschreibt Erfahrungen als non-binäre Person, aber auch mit ADHS und Geschichten rund um die Hoffnungen, Träume und Herausforderungen junger Menschen. Erlebt Anny Ogrezeanu live direkt nach der Demo als Opener-Act beim CSD Lautre auf unserer Schillerplatz-Bühne!

Grußwort
»Vielfalt gehört zu unserer (Stadt-)gesellschaft und sie verdient Respekt, Sichtbarkeit und gleiche Chancen. Als Gleichstellungsbeauftragte möchte ich dazu beitragen, dass sich alle Menschen in unserer Stadt frei und selbstverständlich zugehörig fühlen.«
Gesprächsrunde
DJ
Hinter dem DJ-Duo stehen Octave Marbot (Manuel Molter) und Dane Pereira. Mit mystischen Klangwelten, treibenden Rhythmen und sphärischen Synths schaffen sie einen Sound, der sich keiner Schublade zuordnen lässt.

Chor
Musik
Mit gerade mal 27 Jahren zählt Cloudy June zu den spannendsten Stimmen der europäischen Alternative-Pop-Szene. Die Berliner Musikerin mit deutsch-kubanischen Wurzeln begeistert mit einem Sound, der Pop, Rock und queere Energie vereint. Ihre Songs sind kraftvoll, verletzlich, explizit und genau die Art von Musik, die wir auf dem CSD brauchen. Wenn junge FLINTA* über queeren S3x und Masturbation singen, dann sorgt das bei so manchem wahrscheinlich immernoch für Schnappatmung. Von den Anfängen auf SoundCloud über ausverkaufte Konzerte in ganz Europa bis zur eigenen Billboard-Werbung am New Yorker Times Square: Cloudy June hat sich in den vergangenen Jahren eine internationale Fangemeinde aufgebaut und gehört heute zu den gefeierten Künstlerinnen ihrer Generation.
Wir freuen uns riesig, cloudyjune als eines der großen Highlights unseres Bühnenprogramms auf dem Schillerplatz begrüßen zu dürfen!
Theater
Unser Theater ist einer der kulturellen Anker und Saf(er) Spaces unserer Stadt. Umso mehr freuen wir uns, auch dieses Jahr wieder Künstler*innen des Hauses auf unserer Bühne begrüßen zu dürfen.
»Das Pfalztheater steht für eine vielfältige, tolerante Gesellschaft, in der alle Menschen angstfrei ihr Glück finden können.«
Freut Euch auf:
- Eine Szene aus Edward II mit Philipp Adam, Hans Ehlers, Richard Kipp und Patsy
- Gesang von Paula Vogel, begleitet von Hans Ehlers
- Gesang von Sissy Chanson
- ein gemeinsames Finale aller Mitwirkenden
Durch das Programm führt Queen Patsy.





DJ
Hinter dem DJ-Duo stehen Octave Marbot (Manuel Molter) und Dane Pereira. Mit mystischen Klangwelten, treibenden Rhythmen und sphärischen Synths schaffen sie einen Sound, der sich keiner Schublade zuordnen lässt.
Musik
Melvin Hein ist ein in Berlin lebender Künstler, der Pop, Clubkultur und queeres Storytelling verbindet. Mit seinem Debütalbum »HÆIN« beleuchtet er die Höhen und Tiefen des Nachtlebens und vereint Hyperpop-Energie mit technoiden Produktionen.
Bekannt für seine theatralischen Live-Auftritte, darunter ein ausverkauftes Release-Konzert in der Kantine am Berghain, verbindet Hein emotionale Tiefe mit zeitgenössischem Sounddesign. Seine Musik eröffnet einen intimen, filmischen Blick auf queeres Leben in der Stadt; voller Sehnsucht, Widersprüche, Hoffnung und Chaos. Mit Raum für Zartheit und Spektakel, Herzschmerz und Trotz. Eine Erinnerung daran, dass Zu-viel-Fühlen eine eigene Form von Stärke sein kann. Freut Euch auf einen Auftritt voller Emotionen, pulsierender Beats und Berliner Nachtkultur in Lautre. Stillstehen? Nicht erwünscht.
Dragshow
Mehr Glitzer geht nicht: Unser CSD wird natürlich auch zur Bühne für Drag Queens, Kings und Clowns, die zeigen, wie vielfältig Drag-Kunst sein kann! Von glamourös bis sexy, von royal bis trashy – sie alle feiern queeres Leben.
Mit dabei und im Lead: Das legendäre themonarchy_ofroyaltea! Kaum jemand prägt die Drag- und queere Szene in Kaiserslautern so sehr wie dieses House. Mit Shows, Brunches, Events im Theater und ganz viel Herz bringen sie queere Kultur auf unsere Bühnen!

Grußwort
Auf der offiziellen Website heißt es. Janboris Ann-Kathrin ist:
– non-binär und katholisch (vielleicht sehen wir Janboris Ann-Kathrin auch bei unserer Andacht ;-))
– über 25 Jahre TV-Erfahrung (n-tv, Deutsche Welle, ZDF, SWR)
– von 2014–2024 Moderator*in beim SWR und in der ARD, eines der Gesichter der rheinland-pfälzischen Landesnachrichten
– Im Mai 2024 kündigte Janboris Rätz auf medizinischen Rat beim SWR und arbeitet seit November 2024 freiberuflich.
Wir freuen uns riesig, dass Janboris Ann-Kathrin auch dieses Jahr Teil des CSD in Kaiserslautern ist.
DJ
Heinz Ficktion ist zurück! Wer beim CSD Lautre im vergangenen Jahr bis zum Schluss durchgehalten hat, erinnert sich: Mit seinen Beats sind wir auf dem Schillerplatz in die Nacht getanzt! Er sorgte für einen fulminanten Ausklang 2025. Deshalb freuen wir uns sehr, ihn auch in diesem Jahr wieder auf unserer Bühne begrüßen zu dürfen!
Seit 1996 ist Heinz Ficktion als DJ für elektronische Musik aktiv und steht seit Jahrzehnten in Clubs und auf Veranstaltungen in ganz Deutschland hinter den Decks. Neben seiner Leidenschaft für elektronische Musik engagiert er sich ebenfalls bei @sukura_kl. Der Verein setzt sich in Kaiserslautern für die Entwicklung und Sichtbarkeit subkultureller Kunst- und Sportformen ein und schafft Räume für kreative Entfaltung, Austausch und Engagement. Wir freuen uns auf treibende Beats, gute Stimmung und einen super Abschluss unseres Bühnenprogramms!
Ende des Bühnenprogramms.
Nach Demonstration, Literaturfestival und Bühnenprogramm zieht der CSD Lautre weiter ins Nachtleben: Ab 23 Uhr steigt im sukura99 die offizielle Aftershowparty. Der Subkultureller Raum Kaiserslautern e.V. lädt dazu ein, den CSD gemeinsam auf der Tanzfläche ausklingen zu lassen und bis in die Nacht hinein zu feiern.
Fruchthalle: Buch, Wort & Lautern – Das Unerhörte Literaturfest
Moderation: Stefan Eich · Bühne ab 13:30
Parallel zum Event auf dem Schillerplatz feiert im Erdgeschoss der Fruchthalle die erste Ausgabe von »Buch, Wort & Lautern – Das unerhörte Literaturfest« ihre Premiere. Das neue Festival erweitert den CSD um eine kulturelle und literarische Perspektive und lädt dazu ein, aktuelle gesellschaftliche Fragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Das Event richtet sich auch an Menschen, die neben dem bunten Party-Treiben auf dem Schillerplatz einen ruhigeren Rahmen für Austausch, Kultur und Diskussionen suchen.
Zu den besonderen Programmpunkten gehören Lesungen und Gespräche mit dem vielfach ausgezeichneten Autor Arno Frank, der Graphic-Novel-Künstlerin Roya Soraya, dem Autor Joscha Schaback, der gemeinsam mit Schauspielerin Hannelore Bähr auftritt, sowie dem Autor Jan Ranft. Für musikalische Akzente sorgen die Singer-Songwriterinnen Narcissus und MaLou. Ein weiterer besonderer Programmpunkt ist der Auftritt von Matthis Löw, der Literatur und Harfenmusik zu einer außergewöhnlichen Kombination verbindet. Ergänzt wird das Festival durch einen queeren Poetry Slam, Buchstände, die Ausstellung »NANU? Sexuelle Vielfalt in der Pfalz. Gestern und heute.« sowie die Aktion »Vielfalt macht stark« von Fotograf Thomas Brenner.
Ab Schillerplatz durch die Innenstadt. Ende am Schillerplatz.

Musik
Queer Joy, Indie-Pop und ganz viel Herz: Wir freuen uns, Narcissus auf unserer Bühne begrüßen zu dürfen!
Der nicht-binäre Indie-Pop-Artist aus Mainz schreibt seine Songs selbst und erzählt darin von Selbstliebe, Verliebtheit und den vielen Facetten queeren Lebens. Persönlich, ehrlich und mit einer ordentlichen Portion Optimismus zeigt Narcissus, wie bunt, laut und lebensfroh queere Sichtbarkeit sein kann.
Bereits auf den CSDs in Mainz, Bad Kreuznach und Pforzheim hat Narcissus das Publikum begeistert. Umso schöner, dass er nun auch beim CSD Lautre dabei ist. Als Pfälzer freut er sich ganz besonders darüber, dass es endlich auch in Kaiserslautern einen CSD gibt. Freut Euch auf gefühlvollen Indie-Pop, queere Geschichten und ganz viel gute Stimmung!


Lesung
Ein singender Affe, eine Revolution und eine außergewöhnliche Liebesgeschichte.
Was passiert, wenn mitten in den Wirren der Badischen Revolution plötzlich ein singender Affe auftaucht? Genau davon erzählt der Autor Joscha Schaback im Roman »Der Affe von Karlsruhe« auf unserer Fruchthalle-Bühne.
Gemeinsam mit der Schauspielerin Hannelore Bär vom Pfalztheater liest der Autor aus seinem ebenso klugen wie skurrilen Debütroman, der Witz, Fantasie und Zeitgeschichte auf besondere Weise verbindet. Im Zentrum steht der Affe Julius, der zum Symbol für Freiheit, Vernunft und Widerspruch wird und damit eine ganze Stadt in seinen Bann zieht.
Joscha Schaback studierte Germanistik, Theater- und Musikwissenschaft sowie Regie. Er ist Autor des Sachbuchs »Kindermusiktheater in Deutschland“ und veröffentlicht zudem Kritiken, Essays und Kurzgeschichten in Tageszeitungen, Fachzeitschriften und Sammelbänden. Seine Erzählungen »Die Maschine« und »Über den Fluss« illustriert von Marek Walczak, erschienen im Brot&Kunst Verlag. Mit »Der Affe von Karlsruhe« legt er nun seinen ersten Roman im Morio Verlag vor.
Freut Euch auf eine Lesung voller überraschender Wendungen, schräger Figuren und großer Fragen nach Freiheit, Liebe und Menschlichkeit mit Joscha Schaback und Hannelore Bär beim Literaturfest!

Musik
Mit ehrlichen Texten und viel Gefühl bringt Malou Songs auf unsere Bühne. Die Singer-Songwriterin schreibt auf Deutsch über queeres Leben, über Ängste, Hoffnung, Liebe und alles, was dazwischen liegt. Ihre Musik ist persönlich und zugleich politisch. Seit ihrer Kindheit begleitet sie die Musik. 2025 veröffentlichte sie ihre erste Single Lieben, gefolgt von ihrer Debüt-EP Lalala (Liebeskummer-Schema) und weiteren Songs. Neben ihren Veröffentlichungen hat sie viele neue Stücke im Gepäck, die sie live mit uns teilen wird.
Poetry Slam danach Pause mit Dragperformance
Lesung
Ein echtes Highlight unseres Literaturfestes: Mit Arno Frank begrüßen wir einen der bekanntesten Autoren aus Kaiserslautern und eine der wichtigsten Stimmen der aktuellen deutschsprachigen Literatur! »Arno Frank versteht es ausgezeichnet, die Atmosphäre einer Stadt zu schildern und zu entwickeln, wie sie immer weiter in Richtung Abgrund trudelt. In drei großen und großartigen Abschnitten – 1935, 1940 und 1945 – lässt er sein facettenreiches und gar nicht nach einem einfachen Gut-Böse-Schema entworfenes Figurenensemble zueinander in Beziehung treten, wozu er seinem Text gelegentlich historische Dokumente beigibt. So entsteht sein aus individuellen Geschichten gefügtes Geschichtsbuch, das sinnlich macht, dass die Vergangenheit eben nicht tot ist.« – so hat es Ulrich Steinmetzger in der FAZ bildlich beschrieben.
Mit Ginsterburg hat Arno Frank einen Roman geschaffen, der Leser*innen, Feuilletons und Literaturkritik gleichermaßen begeistert. Das Buch trifft den Nerv unserer Zeit. In einer fiktiven deutschen Kleinstadt begleitet der Autor seine Figuren. Er erzählt von Hoffnung und Angst, von Anpassung und Widerstand, von Menschen, die wegsehen, und solchen, die Haltung zeigen. So entsteht ein eindringliches Bild davon, wie eine Gesellschaft Schritt für Schritt in den Faschismus abrutschen kann. Gerade deshalb passt »Ginsterburg« hervorragend zu unserem »Unerhörten Literaturfest: Buch, Wort & Lautern«. Denn hier geht es auch um die großen Fragen unserer Gegenwart: Wie verteidigen wir Demokratie? Welche Verantwortung tragen wir füreinander? Und wie gelingt Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft?
Arno Frank liest in der Fruchthalle aus seinem aktuellen Roman und zeigt, wie Literatur Geschichte lebendig machen und neue Perspektiven auf unsere Gegenwart eröffnen kann. Wir freuen uns sehr, mit ihm einen der spannendsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart in Kaiserslautern zu begrüßen. Ein Abend für alle, die starke Geschichten lieben und über die Welt nachdenken möchten, in der wir leben.
Musik
Was für eine Kombi! Harfe, Gesang und ganz viel Gefühl. Mit seiner Harfe im Gepäck reist Matthis Löw aus Saarbrücken nach Kaiserslautern und bringt eine musikalische Mischung auf unsere Fruchthalle-Bühne, die man nicht alle Tage erlebt. Seine eigenen Songs erzählen von Liebe, Queerness, Freundschaften, Familie und dem Wunsch nach einer offenen, toleranten Gesellschaft. Seine Lieder schreibt er auf Deutsch, Englisch, Spanisch oder auch mal Saarländisch.
Ob auf CSDs, Demonstrationen, Straßenfesten oder Konzerten: Matthis begeistert Menschen in ganz Deutschland mit seiner außergewöhnlichen Verbindung aus Harfenklängen und Gesang. Und on top: Beim CSD Lautre steht er zum ersten Mal überhaupt in Kaiserslautern auf der Bühne.

Lesung
Jan Ranft, geboren 1974 in Rheinland-Pfalz, lebt und arbeitet als Mediengestalter im Saarland. Von 2007 bis 2012 bloggte er im Studio3-Podcast zu queeren Themen.
In seiner Freizeit schreibt er Kurz- und Kürzestgeschichten aus dem queeren Leben, ungeschminkt und auch bisweilen unbequem. Auf ein Genre legt er sich beim Schreiben nicht fest. Deswegen finden sich in seinen Büchern Krimis, queere Lovestorys und Alltägliches, aber auch fantastische Elemente.
Einige Charaktere tauchen dabei immer wieder auf und Handlungsstränge werden wie ein roter Faden fortgesetzt.
Sein Erstlingswerk Himbeerjoghurt erschien 2018 in erweiterter und überarbeiteter Neuauflage unter dem Titel Himbeerjoghurt mit Sahne. Die Fortsetzung Zitronenjoghurt mit Buttermilch kam 2020 heraus, ebenso Himbeerjoghurt mit Sahne als Hörbuch. 2022 erschien die Sammelausgabe Himbeer-Zitronenjoghurt mit allen Geschichten aus seinen bis dato erschienenen Büchern. Im Frühjahr 2024 erschien sein drittes Buch mit dem Titel Starkregen.
Lesung
Mit ihrer autobiografischen Graphic Novel »Wind in meinem Kopftuch« erzählt Roya Soraya uns von Identitätssuche und einer Reise in den Iran, die ihr Leben geprägt hat.
In Deutschland in einer iranisch-deutschen Familie aufgewachsen, fühlt sich Roya der persischen Kultur vertraut und fremd zugleich. Bei Gesprächen am Tisch ihrer iranischen Familie versteht sie kaum ein Wort, obwohl ihr der Klang so vertraut ist. Immer größer wird ihre Sehnsucht, den Iran und damit einen Teil ihrer Wurzeln kennenzulernen. Eines Tages ist es endlich soweit: Gemeinsam mit ihrem Vater begibt Roya sich auf eine Reise durch den Iran und erlebt dort als queere Frau eine intensive Zeit zwischen Faszination und Angst, Schönheit und Unterdrückung – ohne zu ahnen, dass dies die letzte Reise mit ihrem Vater sein wird. Ein eindrucksvolles Porträt über das Erwachsenwerden im Spannungsfeld kultureller Unterschiede, Verlust und Selbstfindung.
Warum ihr die Teilnahme bei uns am Literaturfest wichtig? »Ich bin selbst queer und habe auf meiner Reise in den Iran gespürt, wie es sich anfühlt, die eigene Identität in einem queerfeindlichen Land verstecken zu müssen. Für mich ist es selbstverständlich, dass alle Menschen trotz ihrer Unterschiedlichkeiten in Sicherheit leben und sich entfalten können sollen. Und trotzdem müssen wir weiter um unsere Rechte kämpfen. Die Pride ist für mich ein wunderschöner Safe Space und ich bin stolz, mit meiner Graphic Novel zum Programm beitragen zu können.«